Was ist eine Löschwasserzisterne?
Eine Löschwasserzisterne ist ein künstlich angelegter Vorrat für Löschwasser. Sie stellt Wasser für Feuerwehr und Brandschutz bereit, wenn das öffentliche Netz nicht ausreicht oder ein Objekt eine zusätzliche Löschwasserreserve benötigt.
Wann wird eine Löschwasserzisterne benötigt?
- Bei abgelegenen Gebäuden ohne ausreichenden Hydrantenanschluss
- Bei Gewerbe- und Industrieflächen mit erhöhter Brandlast
- Bei landwirtschaftlichen Anlagen, Hallen und Sonderbauten
- Wenn Brandschutzkonzept, Behörde oder Versicherung zusätzliche Reserven fordert
Definition und Funktion einer Löschwasserzisterne
Eine Löschwasserzisterne ist ein Behälter zur dauerhaften oder zeitweisen Speicherung von Wasser für die Brandbekämpfung. Sie stellt eine definierte Reserve bereit, wenn Hydranten, Leitungsdruck oder öffentliche Wasserversorgung für das Brandschutzkonzept nicht ausreichen.
Das gespeicherte Wasser wird im Einsatzfall über einen Sauganschluss, eine Entnahmeleitung oder einen Hydranten durch die Feuerwehr entnommen. Standort, Volumen und Anschlusstechnik müssen so geplant werden, dass die geforderte Wassermenge sicher und zugänglich bereitsteht.
Abgrenzung der Begriffe
- Löschwasserbehälter: Oberbegriff für Systeme zur Speicherung von Löschwasser.
- Löschwasserzisterne: Behälter, der speziell für eine definierte Löschwasserreserve vorgesehen ist.
- Falttank: Flexibler, oberirdischer Behälter, der kompakt transportiert und vor Ort aufgebaut wird.
- Löschwasserteich: Offenes Gewässer, das bei geeigneter Ausführung ebenfalls als Entnahmestelle dienen kann.
Typische Volumina und Einsatzdauer
Die erforderliche Größe ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept und der benötigten Wassermenge pro Minute sowie der geforderten Entnahmedauer. Häufige Größen sind 30 m³, 50 m³, 100 m³, 150 m³ oder 200 m³. Für große Industrie- oder Infrastrukturprojekte sind auch wesentlich höhere Volumen möglich.
Wann wird eine eigene Reserve benötigt?
Eine eigene Löschwasserreserve kann erforderlich sein, wenn ein Objekt außerhalb des Hydrantennetzes liegt, der vorhandene Netzdruck zu gering ist oder die Brandlast eine größere Wassermenge verlangt. Die konkrete Notwendigkeit und Ausführung werden projektspezifisch mit Planern, Feuerwehr, Behörden und gegebenenfalls Versicherern abgestimmt.
